Sprintcup in der RHH (4.1.2003)

Der Start ins neue Jahr 2003 begann mit gemischten Gefühlen. Etwas verunsichert durch die mittelmäßigen Ergebnisse des letzten Sprintcups wußten wir nicht genau, wo wir stehen würden.
Die 30m fliegend liefen dann für alle recht ordentlich, so näherten sich Myri und Sabrina der klassischen Schallmauer von 3,50s immer mehr an.
Die Tendenz zeigt deutlich nach oben, bzw. was die Zeiten betrifft natürlich nach unten. Lediglich die beiden Michelzwillinge Lisa & Anna waren durch den vorverlegten Start noch recht verschlafen und blieben unter Wert.
Die 60m endeten wie schon kurz vor Weihnachten in einer "kleinen" Katastrophe, keine der Athletinnen konnte mit ihren Zeiten zufrieden sein - Tendenz Stagnation! Hierdurch wachgerüttelt lief es dann über die 100m aber wieder erstaunlich gut.
Das kurzerhand auserkorene Kampfziel 13 Sekunden wurde von Sabrina, Lisa und Myri erfolgreich und souverän gemeistert. Dafür, dass unsere winterliche Spurtschwäche (nur 2x pro Woche Spikes in der RHH) ja bekannt ist, lagen wir dann mit den 30fl und 100m voll im Soll, nur an den verflixten 60m muss noch hart gearbeitet werden.
Ein wenig Glanz bekam der Sprinttag noch durch Marens Comeback bei den Frauen.
Nach mehr oder weniger 2,5 jähriger Wettkampfabstinenz startete sie mit einer flotten 30fl von 3,23s (nur innerhalb eines 100m-Wettkampfes war sie je schneller) und einer neuen 60m-Bestzeit von 7,73 ein furioses Comeback.
Auch bei der für den Anfang passablen 100m-Zeit von 12,20 kann man nichts aussetzen. Allerdings waren auf allen Strecken, besonders den 100m nicht große technische Reserven vorhanden.
Mit Maren muss und darf wieder gerechnet werden. Nach den ganzen Jahren voller Verletzungspech hat sie sich diesen Erfolg, mehr als verdient und man muss vor ihrer Energieleistung und der von Carsten Köhrbrück behutsam geleisteten Wiederaufbauarbeit respektvoll den Hut ziehen, manch anderer hätte sicher frühzeitig das Handtuch geworfen.

30 fliegend / 60m / 100m
Maren Schulze (82) 3,23s / 7,73pBL / 12,20s
Sabrina Schumann (84) 3,51pBl / 8,23s / 12,86s
Myriam Raboldt (86) 3,50s / 8,21s / 12,96s
Alice Nauendorf (87) 3,59s / 8,37s / 13,36s
Anna Michel (87) 3,71s / 8,52s / verz.

Leif Hochschild (82) 3,05s / 7,30s / 11,43s
Sebastian Timme (84) 3,09s / 7,26s / 11,31pBL
Jakob Claßen (84) 3,24s / 7,57s / 11,94s

gez. Jan Keil