LG Nord'ler
haben dieses Jahr im Nationaltrikot kein Glück

So groß wie die Freude über 4 Nominierungen im Nationaltrikot gewesen ist, ist nun auch die Ernüchterung über die Ergebnisse unserer Nordler bei den internationalen Höhepunkten.
Sicher hätten es sogar noch ein paar mehr Nominierungen sein können.
Benjamin Müske sprang der Weitsprung-JEM-Norm von 7,55m die ganze Saison nur knapp hinterher und Florian Rentz fiel erst ganz zum Schluss aus der Sprintstaffel und verfehlte die 200m-Norm durch verletzungsbedingte Trainingsrückstände auch nur knapp.
Maren Schulze war für die 4x400m der U23 EM quasi schon fest nominiert, ehe sie durch eine unerwartete und gefährliche Kreislauferkrankung nach ihrem tollem Comeback in diesem Jahr wieder einmal hart vom Verletzungspech verfolgt wurde.
Und Jonas Stifel hätte um ein Haar die Norm für die Universiade in Korea geschafft.

Es hätten also auch gut 8 Athleten im Nationaltrikot sein können und wir können sehr stolz und froh sein, so viele Leistungsträger zu haben.
Dennoch haben früher weniger Leistungsträger mehr erreicht, weil es ihnen gelungen ist, sich zum Saisonhöhepunkt topfit darzustellen.

Das hat in diesem Jahr nun leider überhaupt nicht geklappt, die Gründen dafür mögen vielfältig sein und müssen in Ruhe analysiert werden.

Der durchaus mögliche ganz große internationale Durchbruch blieb leider aus, damit fügt sich unser Abschneiden leider nahtlos in die ernüchternde Bilanz des gesamten Berliner Leichtathletik-Verbandes. Es wird nicht einfach werden in Zukunft, es bleibt schwierig!

Nun zu den Leistungen im Einzelnen:
Den Anfang machte Nils Hermann bei der U18 JWM in Sherbrooke/ Kanada (10-13.7.03) mit 7,04m im Weitsprung-Vorkampf und 6,84m in der Entscheidung landete er auf Rang 9. Wäre nicht schlecht, wenn man nicht wüßte, dass Nils in dieser Saison schon früh 7,55m gesprungen ist und selbst bei absteigender Formkurve mehr drauf hat.
Völlig indiskutabel sind für ihn auch die 13,70m im Dreisprung, da Nils aber noch jung ist, kann er die gemachten Erfahrungen hoffentlich bei den kommenden anstehenden Aufgaben auf internationalem Parkett zu seinen Gunsten nutzen.

Bei den Junioreneuropameisterschaften in Finnland (24-27.7.03) hatte zunächst Sebastian Goltz Pech, dass er mit 2,14m in der Hochsprungquali hängen blieb. 2,14m sind für Sebastian natürlich eine gute Leistung und er ist erst in einem Wettkampf bei der DM in Ulm höher gesprungen, trotzdem konnte man hoffen, dass 2,14m für die Entscheidungen reichen würden.

Die Quali meisterte Shooting-Star Marius Hanniske mit 2,17m noch souverän, im Endkampf blieb er dann bei 2,15m auf dem 6. Platz hängen. Nach den Erfolgen der letzten Wochen hatte man sich insgeheim ein wenig mehr erhofft, aber Marius hätte schon Bestleistung von 2,23m springen müssen, um wenigstens die Bronzemedaille zu bekommen.
Die Konkurrenz war ausgesprochen hart. Beide können es im nächsten Jahr bei der JWM noch einmal versuchen.

Den unglücklichen Schlusspunkt in dieser Aufzählung macht Norbert Löwa.
Norbert lag in der Meldeliste über die 3000mHi an zweiter Stelle. Die Papierform will erstmal nichts heißen, aber tatsächlich liefen dann die anderen auch nicht schneller, als auf dem Papier, während Norbert mit einer Zeit von 9:10,04min als 10. weit hinter seinen Erwartungen und Möglichkeiten zurückblieb.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass leider ein paar Chancen verpasst wurden und dass das wirklich gute Abschneiden bei DM und DJM allein noch kein Garant für internationale Erfolge ist.

gez. Jan Keil


Kopf hoch, Euch allen !
Die gemachten Erfahrungen kann Euch niemand auf der Welt mehr nehmen.
Und das stärkt Euch für die nächsten Herausforderungen !!

gez. Lutz Raschke

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