Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften
Wattenscheid
5. - 7. Juli 2002

Die Erfolgsserie hält an – Bronze und LG-NORD-Rekord für die 4x400m der MJA

Unsere Aktiven konnten in Wattenscheid nahtlos an die Erfolge der Vorwoche anknüpfen. Allen voran die 4x400m-Staffel der MJA.
Das gemixte Doppel aus 2xTF (Benny Müske und Tobi Licht) und 2xTSC (Flori Rentz und Johannes Schwuchow) hatte es mit 3:23,70s im Vorlauf noch recht locker angehen lassen, so dass Trainer Claudio um die Endlaufteilnahme ein wenig zittern mußte.
Im Endlauf ging es dann nach der taktischen Umstellung der Laufreihenfolge härter zur Sache. Tobi Licht startete in 51,4s und gab das Holz an Benny Müske weiter der in fliegenden 48,4s nach einigen Orientierungsschwierigkeiten dann zum Glück doch sicher an Johannes Schwuchow überreichte. Als Johannes den Stab nach 50,3s an vierter Stelle liegend an Florian Rentz übergab war schon klar, dass es eine Medaille geben würde – nur welche?
Nach grandiosen Lauf in 47,0s fehlten am Ende nur 6/100s zum Silberrang, der vom SCC belegt wurde. Mit 3:17,66min konnten sich das Quartett um 6 Sekunden gegenüber dem Vorlauf steigern und verbesserte damit auch den seit 1982 gültigen LG-Rekord von 3:18,22min.

Die 3x1000m-Staffel der Rollis stand diesem Erfolg in nichts nach.
In einem ungewohnten starken Feld qualifizierten sich Kai-Markus Kirchner, Jan-Robert Kirchner und Norbert Löwa mit 7:40,02min souverän für den Endlauf. Auch hier legten die Jungs im Endlauf noch einmal ordentlich zu und konnten mit der guten Zeit von 7:32,42min den 5. Platz erlaufen.

Nicht ganz so zufrieden war Jonas Stifel über 1500m der Männer. Denn bei einer günstigeren Ausgangsposition auf der Schlußrunde wäre im Finish sicher etwas mehr als Platz 7 möglich gewesen. Die Zeiten von 3:48,81min und 3:47,42min spiegeln nicht ganz sein momentanes Lesitungsvermögen wieder.

Nach einem Jahr Abstinenz in der Langsprintstaffel erreichte die 4x400m der WJA dagegen ihr Leistungsziel unter der 4min-Grenze zu bleiben. Sabrina Schumann (58,5), Isabella Herzberg (59,8), Melina Pahl (62,6) und Myriam Raboldt (58,9) liefen alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als würden sie sich über die Plazierung für den Endlauf qualifizieren können. Als Vorlaufdritter reichten 3:59,98min dieses Jahr dann aber nur für Rang 11. Da aber alle Athletinnen auch im nächsten Jahr startberechtigt sind haben wir hier für die Zukunft noch einiges vor.

Der Unglücksrabe der Meisterschaft war Nils Behrend über die 3000m Hindernis der Männer.
Nach seinem großen Erfolg vom Vorjahr fand Nils von Anfang an seinen Laufrhythmus nicht und lief in 9:06,40min auf einem für ihn enttäuschenden 16. Rang als Vorletzter über die Ziellinie.

Jan Keil