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Deutsche Hallenmeisterschaften
(Leipzig, 22./23.2.2003)
Fünfte Rang für Jonas Stifel über 1500m
Jonas Stifel konnte sich über 1500m als fünfter mit einer Zeit von 3:48,93sec hervorragend in Szene setzen.
Im durch die ausgefallenen Vorläufe 15 Personen starken Feld ging er zunächst mutig an die Spitze und
entzerrte sinnvoller Weise die Läuferschar auf der nicht sehr einfach zu laufenden blauen 6-Rundenbahn von
Leipzig.
Die nagelneue Anlage bedarf einiger Gewöhnung für die Athleten, die bisher nur 4-Rundenbahnen in der
Halle gewohnt sind. Die Bahn war für Spitzenzeiten noch zu weich und hatte noch einige Unebenheiten. Sie besteht
fast nur aus zwei zueinandergeschobenen Kurven, es gibt kaum Teilstücke, wo man geradeaus laufen kann, und
das Ziel ist bereits 10m nach der Zielkurve, so dass Schlussspurts praktisch unmöglich sind.
Diese alles wissend hatte sich Jonas, eigentlich ja als Spurter bekannt, das Motto des Kino-Films vom Vorabend
zu eigen gemacht, das da lautete: Catch me if you can! Dieser Aufforderung konnten dann zum Glück auch nur
die wenigsten folgen. Vielleicht lag es aber auch am von den Einheimischen so genannten "Lenin-Schweiß"
(einer eigentümlichen Kirschbrause, die Jonas als Fassbrause bestellt hatte, sich aber nicht als das entpuppte,
was der Berliner gewöhnlich für Fassbrause hält) oder den Stäbchenkartoffeln (sollen wohl Pommes
sein!) die der Rolli-Schützling am Vorabend noch zu sich genommen hatte.
Jedenfalls behauptete sich die alte DM-Nord-Wahrheit, wonach einem eher laschen Film (Di Caprio-Fans mögen
unsere Einschätzung verzeihen) eine gute Leistung folgt. Erst nach 3 Runden Führungsarbeit durch Jonas
setzten sich mit Wolfram Mülller und Franek Haschke dann die Favoriten an die Spitze, während Jonas im
Kampf um die Plätze bis zum Schluss die Übersicht behielt und aus seiner guten Ausgangslage einen fünften
Platz erringen konnte.
Mit der guten Hallenzeit wurde er für seine anfänglichen Tempobemühungen und seinen Mut angemessen
entlohnt.
Für unsere zweite Starterin, die noch jungendliche Sabrina Schumann, war die Aufgabe auf der 400m-Strecke
doch ein klein wenig zu groß. Auf der eher ungünstigen Bahn zwei hatte es Sabrina auf der Bahn 3 ausgerechnet
mit Grit Breuer zu tun, so dass sie verständlicher Weise recht früh den Kontakt zum Feld verlor und sich
in für sie enttäuschenden 59,40 durchwuselte. Eine Erfahrung war es aber allemal Wert.
Besser wäre es vermutlich Maren Schulze über die 200m ergangen, denn die Zeiten ließen sich gerade
in diesem Wettbewerb recht gemütlich an. Leider hatte sie sich aber schon im Vorfeld eine Verhärtung
am Beuger zugezogen, so dass sie den Start durch die schwierigen Kurven sicherheitshalber nicht riskierte und stattdessen
die Konkurrenz von außen beobachtete.
gez. Jan Keil
Komplette Ergebnislisten gibt es auf der Site des DLV