DLV-Juniorengala in Mannheim (19/20.6)
Mit 21,39s verpasste Florian Rentz (Jg. 85) als bester DLV-Athlet die Einzel-Norm für die Junioren-WM erneut knapp. Dafür konnte er sich mit dem 4x100m-Quartett des DLV für die JWM in Grosseto/ Italien qualifizieren. Auch Jessica Kolotzei verkaufte sich aus Nordsicht in Mannheim wieder hervorragend. Mit 49,78m kam sie ganz nah an ihre Saisonbestmarke und blieb diesmal 22cm unter der JWM-Norm. Nils Hermann erwischte im Weitsprung einen schlechten Tag und blieb mit 6,80m in der Qualifikation hängen. Für alle drei gilt es sich bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Jena in zwei Woche gut in Szene zu setzen
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NDM Männer/ Frauen und B-Jugend in Halberstadt (19/20.6)
9 Medaillen (3x Gold, 3x Silber, 3x Bronze) für die LG NORD bei den Norddeutschen

3 Medaillen für Maren Schulze im Sprint – Meike Kröger im Höhenflug über 1,80m zum neuen LG NORD-Rekord – Gila Wendt wieder 14,24s über die Hürden

Das Friedensstadion in Halberstadt war ein hervorragendes Pflaster für die letzte Formüberprüfung unserer Athleten vor den Deutschen Meisterschaften der Erwachsenen und Jugendlichen. Bestens aufgelegt präsentierte sich erneut Merlin Rose (Jg. 87) über 400m der MJB. In 49,10s holte er sich mit neuer persönlicher Bestzeit überlegen den Titel und die nötige Spritzigkeit für seine Spezialstrecke 800m. Ebenfalls Gold gab es für Gila Wendt (Jg.85) über 100m Hürden der Frauen. Der Titel entschädigte war sicherlich eine gelungene Wiedergutmachung für die fragwürdige Disqualifikation bei den Berliner Meisterschaften in der Vorwoche. Mit sehr guten 14,24s stellte Gila ihre persönliche Bestzeit wieder einmal ein, denn sie ist diese Zeit nun bereits zum vierten Mal in ihrem Leben gelaufen. Den dritten Titel sicherte sich ganz souverän und völlig unangefochten Norbert Löwa (Jg. 84) über 3000m Hindernis in 8:52,54min.

Sein Trainingskollege Jonas Stifel (Jg. 81) hatte da über 800m und 1500m schon wesentlich mehr Konkurrenz. In zwei knappen Spurtrennen hatte Jonas mit 1:51,74min und 3:48,69min als Vizemeister jeweils knapp das Nachsehen.

Silber gab es auch für Meike Kröger (Jg. 86) in einem spannenden Hochsprungpoker. Bei 1,77m waren noch vier Springerinnen im Wettbewerb. Nachdem Meike mit ihrem kurzen Siebenschritteanlauf bei 1,68m und 1,71m mit Fehlversuchen im jeweils ersten Versuch ein wenig Schwierigkeiten hatte in den Wettkampf zu finden, lief es bei 1,74m und 1,77m mit deutlich erhöhter Anlaufgeschwindigkeit dann auf Anhieb gleich im ersten Versuch. Die „Schallmauer“ von 1,80m durchbrach sie dann im dritten Versuch mit einem blitzsauberen Sprung. Vor lauter Freude über die neue Bestleistung, die gleichzeitig die Verbesserung ihres eigenen 3 Jahre alten und vor ihrer schweren Knieverletzung erzielten LG-Nord-Rekordes bedeutete, fehlte dann für die 1,83m diesmal noch ein wenig die nötige Spannung. Somit ging der Titel verdient an die niedersächsische Springerin. Lustiges Detail am Rande: der Hochsprungwettbewerb wurde von der PDS-Fraktion in Sachsen-Anhalt gesponsert. Auch die anderen Parteien präsentierten jeweils Wettbewerbe. Das ist doch mal eine wirkliche und direkte Unterstützung des Sports durch die Politik.

Eine andere Rekonvaleszentin zeigte sich ebenfalls von ihrer allerbesten Seite. Maren Schulze (Jg. 82) machte den besten Wettkampf ihres Lebens seit vier Jahren. Sie konnte drei Medaillen im Sprint holen und war damit die erfolgreichste Nordlerin. Über 100m lief sie nach vorsichtigen 12,19s im Vorlauf, fabelhafte aber windunterstützte 11,73s im Zwischenlauf und dann noch einmal reguläre 11,87s, die zum zweiten Platz reichten. Zwei Bronzemedaillen holte sie über 200m in 24,37s (VL 24,30s) und gemeinsam mit der 4x100m-Staffel, die in der Besetzung Sabrina Schumann, Maren Schulze, Melina Pahl und Katharina Schmidt ihre Saisonbestmarke unter 48 Sekunden auf 47,87s drücken konnte.

Die dritte Bronzemedaille gewann Dorothee Kretschmer (Jg. 87) im Diskuswerfen der weiblichen Jugend. Sie schleuderte die 1kg-Scheibe auf 33,87m.

Eine persönliche Bestzeit im Sprint erzielte Sebastian Timme (Jg. 84) in 11,12s über 100m. Die 4x100m-Staffel der Männer war dagegen mit der Zeit von 43,45s und dem undankbaren vierten Platz nicht ganz zufrieden, was der positiven Gesamtbilanz aber keinen Abbruch tun konnte.

Letzte Meldung:
Bei Werfertag der LG Süd verbesserte Annekatrin Deglow ihren Hausrekord im Diskuswurf der WJB auf 40,36m und knackte damit erstmals die 40m-Marke. 

gez. Jan Keil