Junioren-Weltmeisterschaften
12. - 18.7.2004
Grosseto, Italien
Marius Hanniske wird sensationell Vizeweltmeister mit 2,21m –
Florian Rentz läuft 200m-BLV-Rekord mit 21,19s und holt mit der DLV-Staffel über 4x100m Platz 4
Die Juniorenweltmeisterschaften in Grosseto wurden zu einem der erfolgreichsten internationalen Wettkämpfe
den LG Nordler je im DLV-Trikot bestreiten konnten.
Mit zwei Athleten stellte die Nord die Hälfte
des kleine Teams von 4 nominierten Athleten des Berliner Leichtathletik-Verbandes.
Den Reigen eröffnete Sprungtalent Marius
Hanniske.
(Foto von Olaf Möldner)
Nachdem er die Qualifikation mit 2,15m souverän überstanden hatte, sprang er am Donnerstag
den 15.7 in einem hauchdünnen Finale mit 2,21m auf den Silberrang. Von Platz eins bis fünf sprangen alle
Athleten 2,21m und nur die Anzahl der Fehlversuche gab den Ausschlag. Marius bewältigte die Höhe erst
im zweiten Versuch und verlor damit Gold an den kanadischen Springer gewann aber Silber. Beim dritten Versuch über
2,24m, die er in diesem Jahr schon gesprungen ist, hatte er dann das Pech, dass gerade eine Nationalhymne in seinen
Anlauf zum entscheidenden dritten Versuch eingespielt wurde. Dennoch ist die Silbermedaille ein Riesenerfolg für
Marius, der bei Rainer Pottel trainiert. Denn zuletzt hatte er sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in
Jena erst am 4.7 eine Nackenprellung zugezogen, weil die Hochsprungmatte zu klein war und er auf einen Metallbügel
gesprungen war. Diese Verletzung hatte ihn mit 2,12m als zweiter auch den Titel in gekostet. Zudem zeigte die Formkurve
nach seinem tollen Saisoneinstieg mit den 2,24m von Eppingen eher nach unten als nach oben. So etwas kann erheblich
am Selbstvertrauen nagen.
Von alldem ließ sich das erfolgreiche Trainer-Athleten-Gespann aber nicht verrückt machen und ging konsequent
seinen Weg, was nun mit dem Vizeweltmeistertitel der Junioren belohnt wurde.
Noch bevor Marius sein Husarenstück vollbracht hatte war unsere zweite Hoffnung Florian Rentz ins Rennen gegangen. Der frischgebackene Deutsche Meister über 200m und Schützling von
Meistertrainer Werner Willamowski gewann früh um 10.00 Uhr auf Bahn 8 seinen Vorlauf in neuer persönlicher
Bestzeit von 21,19s. Endlich mal in dieser Saison herrschten gute Wettebedingungen, der sehr schnelle blaue Mondo-Belag
und der zulässige Rückenwind waren auch Gründe für diese Leistungssteigerung. Die 21,19s bedeuten
auch einen neuen Berliner Rekord der MJA, der selbstverständlich auch neuer LG-NORD-Rekord der MJA und Männer
ist. Im Halbfinale am selben Tag um 18.00 Uhr konnte er mit 21,29s noch einmal seine alte Bestzeit von der DJM
in Jena unterbieten verpasste damit aber als insgesamt 16. den Einzug ins Finale. Nach einem Tag Pause musste Flori
am 17.7 mit der 4x100m-Staffel des DLV in der Besetzung Joachim Welz, Daniel Schnelting, Florian Rentz und Lucas
Jakubczyk bereits wieder ans Werk.
In 40,04s gelang es dem DLV-Quartett den Endlauf zu erreichen.
Am 18.7 steigerten sich das DLV-Team in derselben Besetzung noch ein wenig und Florian konnte mit 40,00s einen
hervorragenden vierten Platz bejubeln.
gez. Jan Keil