Deutsche Junioren-Meisterschaften
16./17.8.2003
Krefeld

Mehr Flops als Tops - Junioren DM stand für die Nord unter einem schlechten Stern

Die Vorfreude auf diese Meisterschaft war anfangs der Sommersaison noch sehr groß, denn mit unserer 4x400m in der Besetzung Sabrina Schumann, Maren Schulze, Katharina Schmidt und Isabella Herzberg führten wir die Meldeliste der Juniorinnen an und machten uns, wie wir mittlerweile wissen, berechtigte Hoffnungen auf Gold oder zumindest Silber.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte dazu, dass diese Meisterschaften dann im Kontrast zur sonstigen diesjährigen Sommersaison allerdings sehr blass aussehen.

Erst kam die Hiobsbotschaft von Pechvogel Maren, die wegen einer Thrombosegeschichte frühzeitig ausfiel. Dann folgten bei Katha Rückenschmerzen und Isy holte sich beim Kurzurlaub in Mallorca eine Erkältung.
Bei Jessica Kolotzei fehlte im Diskus die rechte Form und so dezimierte sich schon im voraus unser Team beträchtlich. Im Hochsprung ließ es Marius Hanniske dann wegen leichter Achillessehnenschmerzen auch lieber ruhig angehen und verzichtete vor Ort auf den Wettkampf um das Schicksal nicht weiter zu provozieren.
Leif Hochschild war ebenfalls durch eine Mallorca-Grippe geschwächt (die Klima-Anlagen sind bei den Temperaturen dieses Sommers für Sportler besonders gefährlich) und hatte sich obendrein noch den Fuß verstaucht, so dass er eigentlich nur als Fahrer dem Team zu Liebe starten wollte. Das Team war allerdings so klein geschrumpft, dass man das Problem auch anders hätte lösen können. Jedenfalls trat er schon in die erste Hürde und holzte sich dann in 16,76s recht frustriert durch den Lauf.

Sabrina passierte ähnliches, sie sparte sich aber die Holzerei und blieb vor der zweiten Hürde stehen. Am Vortag war sie über 400m in 26,0s viel zu schnell angegangen und dann in für sie indiskutablen 60,12s elendig eingebrochen.
Wenn es schief läuft, dann eben richtig.

Lediglich Gila Wendt lieferte mit 14,73 über die Hürden eine halbwegs passable Leistung, wenngleich auch das für sie an sich keine Zeit ist. Unterm Strich blieben dennoch zwei kleine Endkampfplätze.
Sebastian Goltz belegte mit 2,05m im Hochsprung Platz 5, genauso wie Benjamin Müske im Weitsprung mit 7,17m. Aber auch die beiden können eigentlich mehr und hätten durchaus im Medaillenbereich landen können.

Das Fazit kann nur lauten: Diesen kollektiven Ausrutscher ganz schnell abhaken und den Blick wieder nach vorne richten!

gez. Jan Keil