Historie der Sägerserie / Presseinfo


Die Laufveranstaltung Sägerserie wurde bereits Anfang der siebziger Jahre begründet. Sie kann somit als eine der ältesten Laufveranstaltungen in Berlin betrachtet werden. Ihre beiden Begründer, unter den verwegenen Namen Charly und Mokka vom SC Tegeler Forst bekannt, wollten bewußt ein läuferisches Zeichen in der damals dünnen Wettkampflandschaft setzen. Noch heute gelten diese Ideen, die ein hartes Anforderungsprofil an den Teilnehmer stellen: Die Behauptung, ein Finisher zu sein, darf nur erheben, wer an allen drei Läufen in Folge teilgenommen hat. Somit sollen läuferische Eintagsfliegen durch Addition von drei Einzelzeiten relativiert werden. Dazu kommt der bewußt bergig gewählte Streckenverlauf. So muß ein Läufer bereits beim ersten Lauf insgesamt über 16 Hermsdorfer Berge rennen, nach der gesamten Serie hat er 52 Berge überwunden und dabei annähernd die volle Marathondistanz zurückgelegt. Die Streckenlängen erhöhen sich von Lauf zu Lauf, für die Männer beginnt es bei 12,8km (bis schließlich 15,8km), für die Frauen 6,8-9,8km. Jugendliche sind ebenfalls zugelassen. Um Anfänger für die Zukunft auf den Geschmack zu bringen, gibt es einen Schnupperlauf über 3,8 km.
Das Wort "Sägen" bezeichnet die läuferische Verbissenheit, mit der die Konkurrenten überholt, somit "zersägt" werden. Nach jedem Lauf werden Kekse und Tee gereicht, nach der Konkurrenz soll also die Gemeinschaft betont werden. Dies zeigt sich auch in der jährlich stattfindenden vorweihnachtlichen Abschlußfeier, bei Speis und Trank werden hier im Anschluß an den letzten Lauf die Urkunden ausgegeben. Der familiäre Charakter der Sägerserie zeigt sich an der langjährigen Teilnahme vieler "Alt-Säger" und daran, daß die maximale Teilnehmerzahl auf 250 Läufer begrenzt ist. Je schlechter die äußeren Bedingungen sind, um so stolzer ist der Säger auf sein Ergebnis !


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